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Zwei Emaillebecher mit winterlichem Heißgetränk, Zimtstangen und Sternanis

Ist Glühwein gleich Glühwein?

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Kaum sinken die Temperaturen, steigt uns wieder der Duft von Zimt, Nelken und heißem Wein in die Nase. Glühwein gehört zum Winter wie kalte Füße zum Weihnachtsmarkt.

Doch warum schmeckt der eine Glühwein wunderbar fruchtig und würzig, während der andere hauptsächlich nach Zucker und Zimt schmeckt?

Die Antwort liegt im Wein, in den Zutaten und in der Zubereitung.

Und nein, mit einer zusätzlichen Zimtstange lässt sich nicht alles retten.

Was ist eigentlich Glühwein?

Glühwein ist ein aromatisiertes weinhaltiges Getränk. Die klassische Variante wird aus Rot-, Weiß- oder Roséwein hergestellt und mit Gewürzen verfeinert. Dabei spielen besonders Zimt und Nelken eine wichtige Rolle.

Klassischer Glühwein enthält mindestens 7 % Alkohol. Für Getränke auf Basis entalkoholisierten Weins gelten besondere Regelungen.

Entscheidend für den Geschmack ist aber nicht allein die Gewürzmischung. Auch der verwendete Wein spielt eine wichtige Rolle.

Schließlich möchten wir Wein mit Gewürzen genießen und nicht Gewürze mit einem Verdacht auf Wein.

Glühwein oder Winzerglühwein, wo liegt der Unterschied?

Die Bezeichnung Winzerglühwein ist an besondere Voraussetzungen gebunden.

Er darf nur verwendet werden, wenn der Glühwein aus Weinen hergestellt wird, die aus den eigenen Trauben des angegebenen Weinbaubetriebs stammen. Auch die Verarbeitung muss dort erfolgen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder andere Glühwein automatisch schlechter ist.

Ein guter Grundwein und eine sorgfältig abgestimmte Gewürzmischung sind entscheidend.

Welcher Wein eignet sich für Glühwein?

Guter Glühwein beginnt mit gutem Wein. Klingt logisch, wird aber gerne unterschätzt.

Besonders gut eignen sich fruchtbetonte Weine, die nicht zu gerbstoffreich sind. Bei Weißwein darf die Säure gerne etwas milder ausfallen.

Für roten Glühwein ist ein fruchtiger Spätburgunder eine schöne Wahl. Auch Dornfelder oder Regent können gut passen.

Für weißen Glühwein empfehlen sich Müller-Thurgau oder Silvaner. Wer es aromatischer mag, greift zu Scheurebe oder Gewürztraminer.

Und Rosé? Ein fruchtiger Spätburgunder Rosé bringt eine schöne Abwechslung ins Glas.

Übrigens dürfen für Glühwein auch Rot- und Weißwein miteinander kombiniert werden. Die fertige Mischung darf dann allerdings nicht einfach als „Rosé-Glühwein“ bezeichnet werden.

Unser Tipp: Ein halbtrockener oder lieblicher Wein kann praktisch sein, weil Du später weniger nachsüßen musst.

Und noch etwas: Ein guter Grundwein braucht keine Gewürzlawine. Schließlich soll der Glühwein nach Wein schmecken und nicht nach einer Weihnachtsbäckerei.

Glühwein richtig erhitzen, aber bitte nicht kochen!

Hier passieren die häufigsten Fehler.

Glühwein sollte langsam erwärmt werden und möglichst nicht heißer als 70 °C werden.

Bei zu hohen Temperaturen gehen feine Aromen verloren und unangenehme Bitternoten können entstehen.

Unser Tipp: Lieber etwas Geduld mitbringen, statt den Herd auf höchste Stufe zu stellen.

Glühwein selbst machen, ganz unkompliziert

Du brauchst für etwa vier kleine Tassen:

  • 750 ml fruchtbetonten Rotwein
  • 1 unbehandelte Orange
  • 1 Zimtstange und 2–3 Gewürznelken
  • Etwas Honig oder Zucker nach Geschmack

Erwärme den Wein langsam mit den Orangenscheiben und Gewürzen. Lass alles bei niedriger Temperatur etwa 15–20 Minuten ziehen, ohne es aufzukochen.

Anschließend die Gewürze entfernen und nach Geschmack süßen.

Fertig!

Und wenn es alkoholfrei sein soll?

Auch ohne Alkohol musst Du auf winterliche Gewürzaromen nicht verzichten.

Eine interessante Alternative ist unsere Hexenglut von Hex vom Dasenstein. Das aromatisierte Heißgetränk auf Basis entalkoholisierten Weins verbindet fruchtige Aromen mit winterlichen Gewürzen. Beachte beim Alkoholgehalt die Angaben auf dem jeweiligen Etikett.

Oder Du probierst etwas Eigenes: Erwärme einen unserer Winzersäfte vorsichtig mit einer Zimtstange und etwas Orangenschale.

Eine schöne Alternative für alle, die es lieber alkoholfrei mögen.

Unser Tipp zum Schluss

Ob rot, weiß, rosé oder alkoholfrei, entscheidend ist, dass Dir der Glühwein schmeckt.

Bei uns findest Du beispielsweise die badischen Wolfsglut-Glühweine in Rot, Weiß und Rosé sowie eine alkoholfreie Alternative.

Und falls Du noch etwas mehr über guten Glühwein wissen möchtest, frag uns einfach.

Denn bei uns gilt:

So kurz wie möglich, so ausführlich wie nötig. Und wenn der Inhalt interessant ist, darf es auch mal eine Tasse Glühwein mehr sein. 😉

Viel Freude beim winterlichen Genießen!

Annett & Michael
Der Gute Tropfen

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