Zum Inhalt springen
Rosé, Weißherbst und Co. – wo liegt eigentlich der Unterschied?

Rosé, Weißherbst und Co. – wo liegt eigentlich der Unterschied?

on

Rosé, Weißherbst oder Rotling – alles irgendwie rosa, aber ist das nicht eigentlich dasselbe?

Nicht ganz! Hinter den verschiedenen Namen stecken tatsächlich unterschiedliche Herstellungsweisen. Und die Farbe verrät längst nicht alles über den Wein.

Wir bringen ein wenig Licht ins Roséglas und erklären Dir, was dahintersteckt.

Wie bekommt Rosé eigentlich seine Farbe?

Vielleicht hast Du Dich schon einmal gefragt, warum aus roten Weintrauben nicht automatisch Rotwein wird.

Das Geheimnis steckt hauptsächlich in den Beerenschalen. Dort befinden sich die Farbstoffe, die dem Wein seine Farbe geben.

Für Rosé werden rote Weintrauben verwendet. Je nachdem, welchen Rosé der Winzer herstellen möchte, werden die Trauben direkt gepresst oder der Saft bleibt zunächst eine gewisse Zeit mit den Schalen in Kontakt.

Je länger dieser Kontakt dauert, desto mehr Farbstoffe können in den Saft übergehen. Anschließend werden die Schalen vom Most getrennt und dieser wird vergoren.

So entstehen die unterschiedlichen Rosétöne – von einem ganz zarten Rosa bis zu einem kräftigeren Rosé.

Übrigens: Die Farbe verrät Dir nicht, ob ein Rosé trocken, halbtrocken oder lieblich ist. Ein kräftig rosafarbener Wein muss also keineswegs süßer schmecken als ein ganz heller.

Rosé und Weißherbst – wo liegt der Unterschied?

Auf den ersten Blick sind sie oft kaum zu unterscheiden. Der wesentliche Unterschied liegt in den Vorgaben zur Herstellung.

Während Rosé aus einer oder mehreren roten Rebsorten hergestellt werden kann, gelten für Weißherbst besondere Regeln.

Ein Weißherbst muss aus einer einzigen roten Rebsorte hergestellt werden. Mindestens 95 % des Weines müssen dabei aus hell gekeltertem Most stammen. Eine eventuell verwendete Süßreserve wird dabei mitgerechnet.

Außerdem darf die Bezeichnung Weißherbst nur für deutsche Qualitäts- oder Prädikatsweine verwendet werden.

Welche Rebsorte verwendet wurde, muss zusammen mit der Bezeichnung Weißherbst auf dem Etikett stehen.

Ein bekanntes Beispiel ist unser badischer Spätburgunder Weißherbst.

Und noch eine Besonderheit: Steht Weißherbst auf dem Etikett, darf der Wein nicht gleichzeitig als Roséwein bezeichnet werden.

Rotling – rosa, aber anders gemacht

Jetzt wird es interessant!

Denn Rotling sieht zwar häufig aus wie Rosé, wird aber anders hergestellt.

Hier kommen weiße und rote Weintrauben gemeinsam zum Einsatz. Die Trauben beziehungsweise deren Maischen werden bereits bei der Herstellung miteinander vermischt.

Rotling entsteht also nicht dadurch, dass man einfach einen fertigen Weißwein mit einem fertigen Rotwein mischt.

Ein schönes Beispiel aus unserer badischen Weinwelt ist Badisch Rotgold. Diese Bezeichnung ist Qualitäts- und Prädikatsweinen aus Baden vorbehalten, die aus Grauburgunder- und Spätburgundertrauben hergestellt werden. Der Grauburgunderanteil beträgt mindestens 50 %.

Du siehst: Hinter einer ähnlichen Farbe können ganz unterschiedliche Herstellungsweisen stecken.

Und wie entsteht Rosé-Sekt?

Auch beim Sekt gibt es verschiedene Wege, um die schöne Roséfarbe ins Glas zu bringen.

Als Grundlage kann ein Roséwein dienen. Bei Rosé-Sekt können auch weiße und rote Grundweine miteinander kombiniert werden.

Anschließend folgt die zweite alkoholische Gärung. Dabei entsteht die Kohlensäure, die für das feine Prickeln im Glas sorgt.

Und falls Du Dich schon einmal gefragt hast: Ja, es gibt tatsächlich auch roten Sekt!

Welcher Rosé darf es für Dich sein?

Ob Rosé, Weißherbst oder ein prickelnder Rosé-Sekt – die Auswahl ist vielfältig. Und welcher Wein am besten zu Dir passt, hängt natürlich auch von Deinem persönlichen Geschmack ab.

In unserem Onlineshop findest Du eine Auswahl an Roséweinen, Weißherbst und Sekt aus unserer badischen Weinwelt.

Du bist Dir bei der Auswahl unsicher? Dann frag uns einfach. Wir beraten Dich gerne und helfen Dir, den passenden Wein zu finden.

Und wenn Du Fragen rund um den Wein hast oder Dir ein bestimmtes Thema für unseren nächsten Blog wünschst, freuen wir uns über Deine Nachricht an info@dergutetropfen-chemnitz.de.

Annett & Michael
Der Gute Tropfen

Drawer Title
Weitere Empfehlungen